Loge Familienzentrum

Häufig gestellte Fragen

Die WHO empfiehlt 6 Monate voll zu stillen (und darüber hinaus weiter zu stillen, bis zum Alter von 2 Jahren oder länger). Ab dem 7. Lebensmonat kann langsam mit der Einführung der Beikost begonnen werden. Zusätzlich kann man bestimmte Verhaltensweisen des Kindes beobachten, die darauf hinweisen, dass es bereit für Beikost ist:

  • Das Kind kann (mit Unterstützung) aufrecht sitzen
  • Das Kind kann selbstständig seinen Kopf halten
  • Das Kind ist interessiert am Essen seiner Eltern oder Geschwister und beobachtet interessiert
  • Der Zungenstoßreflex (der in den ersten Monaten verhindern soll, dass sich das Kind verschluckt) ist erloschen. Wenn man dem Kind also einen Löffel Brei gibt, es den Brei aber mit der Zunge wieder herausschiebt, ist es möglicherweise noch zu früh für Beikost.

Hier empfiehlt es sich die Empfehlungen der BZGA (kindergesundheit-info.de) zu lesen.

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/0-12-monate/saeuglingsernaehrung/

Im ersten Lebensjahr sollte das Kind langsam an eine ausgewogene Mischkost herangeführt werden. Honig kann im ersten Lebensjahr den sogenannten Botulismus auslösen und ist daher zu meiden. Kleine, harte Lebensmittel wie z.B. Nüsse sollten in ihrer natürlichen Form nicht in die Hände eines Säuglings gelangen, da das Risiko besteht, dass das Kind sich daran verschluckt. Ebenso sind rohes Fleisch oder Speisen, die rohes Ei enthalten, zu vermeiden. Auch von stark gesalzenen und gewürzten Speisen sollte man innerhalb des ersten Lebensjahrs Abstand nehmen. Gleiches gilt für Lebensmittel, denen zusätzlich Zucker hinzugefügt wurde. Reine Säfte, ungeachtet des Fruchtgehalts, eignen sich auf keinen Fall zum Dauernuckeln, da der darin enthaltene (Frucht-)Zucker die Zähne schädigen kann. Besser sind Wasser, ungesüßte Tees oder gelegentlich stark verdünnte Saftschorlen (z.B. 1/4 Saft : 3/4 Wasser).

Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung im ersten Lebensjahr erhältst du hier:

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/0-12-monate/saeuglingsernaehrung/

Generell gilt: Muttermilch hat keine Halbwertszeit; sie hört nicht nach 6 Monaten auf das Kind mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Wenn dein Kind die Beikost verweigert. versuche es zu einem späteren Zeitpunkt erneut und stille dein Baby weiterhin. Biete ihm immer wieder etwas Brei an, aber versuche so wenig Druck wie möglich aufzubauen. Kinder sollen Freude am Essen entwickeln und je stärker das Thema in den Fokus gerät, desto schwieriger kann es für das Kind sein, einen gesunden Umgang mit Essen zu lernen.

Beikost sollte Schritt für Schritt, mit viel Geduld und ohne jeglichen Druck eingeführt werden.
Ein Modell, wie man hierbei vorgeht, sieht man z.B. auf der Internetseite:

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/0-12-monate/beikosteinfuehrung/

Die Darmflora eines Neugeborenen muss sich erst ausbilden, zudem muss sich der Magendarmtrakt erst an seine neue Aufgabe, das Verdauen von Milch, gewöhnen.

Infolge dessen ist es völlig normal, dass das Kind gelegentlich zu Blähungen neigt. Man Kann seinem Baby Abhilfe verschaffen, indem man es viel trägt. Im Tragetuch hat das Kind die sogenannte Anhock-Spreiz-Stellung, die entlastend für den Bauch wirkt und dem Kind beim Entlüften hilft. Auch das Halten des Kindes im „Fliegergriff“ kann eine beruhigende Wirkung auf das Kind haben und den Bauch entlasten. Zusätzlich kann man den Bauch seines Babys massieren (mit etwas Öl und sanftem Druck um den Bauchnabel herum im Uhrzeigersinn), es gibt hierfür auch spezielle „Bäuchleinöle“ oder „Windsalben“, die man bei Bedarf verwenden kann.

Vielleicht hast du schon mal festgestellt, dass dein Kind sofort sein Geschäft verrichtet, sobald du die Windel abmachst. Daher kann es hilfreich sein, sein Kind bei jedem Wickeln mit nacktem Unterkörper und angewinkelten Beinen abzuhalten, z.B. über dem Waschbecken. Du wirst sehen, dass es deinem Kind in dieser Position leichter fällt loszulassen.

Auch wenn du den Tipp vielleicht schon mal gehört hast, bitte gib deinem Kind keinen Tee zu trinken! Säuglinge decken ihren Flüssigkeitsbedarf ausschließlich über Milch ab. Andere Flüssigkeiten wie Tee oder Wasser können den Magendarmtrakt zusätzlich belasten und den Elektrolythaushalt des Kindes durcheinander bringen.

Auch Präparate aus der Apotheke, die meistens den Wirkstoff Simeticon enthalten, sind meistens nicht unbedingt des Rätsels Lösung.

Du solltest dir vor Augen halten, dass Babys ihr neues Leben mit all seinen Eindrücken erst einmal „verdauen“ müssen. Versuche also dein Kind so wenig Stress wie möglich auszusetzen, d.h. möglichst wenig Besuch, ihm viel Ruhe und viel Nähe zu geben.

Zahnen kann für die Kleinen sehr unangenehm sein. Häufig geht mit dem Zahnen eine Phase schlechteren Schlafens und größerer Unruhe einher. Manche Kinder reagieren ebenfalls mit erhöhter Temperatur.

Bietet eurem Kind etwas an, worauf es herumkauen kann, z.B. einen Beißring. Auch Holzspielzeug kann Abhilfe verschaffen. Zudem gibt es spezielle Fingerlinge aus Silikon, mit denen ihr das Zahnfleisch eures Babys massieren könnt.

Sollte das alles nicht helfen gibt es diverse Präparate, auch pflanzlich oder homöopathisch, die speziell für die Zahnungsbeschwerden von Babys und Kleinkindern entwickelt wurden. Lasst euch bei Bedarf von eurer Hebamme, eurem Kinderarzt oder in der Apotheke eures Vertrauens beraten.

Um dein Baby beruhigen zu können, ist es wichtig zu verstehen, warum es gerade unruhig ist. Häufige Gründe für Unruhe sind: Hunger, Müdigkeit, Bedürfnis nach Nähe oder eine volle Windel. Manchmal ist es aber auch schwierig, eine Ursache für das Schreien des Kindes zu erkennen. Häufig treten Unruhephasen in den Abendstunden auf. Das Gehirn des Kindes entwickelt sich rasant und es ist eine unglaubliche Herausforderung für das kleine Wesen, alle neuen Eindrücke zu verarbeiten und sich an das Leben außerhalb des Mutterleibes anzupassen.

Viele Kinder beruhigen sich, sobald sie Körperkontakt zu einer Bezugsperson (in der Regel die Eltern) aufnehmen. Neugeborene beruhigen sich häufig durch Haut-zu-Haut-Kontakt (= eigene Brust frei machen und das Kind nackt bzw. nur mit Windel bekleidet auflegen, dann zudecken). Auch das Tragen im (gut sitzenden!) Tragetuch oder Tragesystem kann die Kinder beruhigen, da sie dort in einer für sie entlastenden Position sind und die Nähe sowie den Herzschlag des Tragenden spüren. Eine weitere Möglichkeit, das Neugeborene zu beruhigen ist das Pucken. Hierfür wickelst du dein Kind fest in einem Tuch (ca. 80x80cm) ein. Die gleichmäßige Kompression ihres kleinen Körpers kann auf die Kinder ebenfalls einen beruhigenden Effekt haben. Aber: nicht alle Kinder mögen es, gepuckt zu werden. Lass dir das Pucken am Besten von deiner Hebamme oder anderen Fachperson zeigen.

Sollte dein Kind an anhaltenden Unruhezuständen leiden oder besonders schrill schreien, zögere nicht einen Kinderarzt aufzusuchen.

Die Bedürfnisse des Kindes zu erkennen ist eine Herausforderung, vor der jedes junge Elternpaar steht. Die klassischen Bedürfnisse wie Hunger, Nähe, Wärme oder Trockenheit sind für die meisten Eltern nach einer Weile des Kennenlernens gut zu unterscheiden.

Babys kommen aus einer Umgebung, die sich deutlich von unserer unterscheidet (Mutterleib = immer konstante wohlig-warme 37°C, gedämmtes Licht, wenig Lärm, immer verfügbare Nahrung) und müssen sich erst an ihren neuen Lebensraum anpassen. Diese Anpassungsphase bezeichnen manche auch als das 4. Trimester (also ein Zeitraum von weiteren 3 Monaten nach der Schwangerschaft). In dieser Zeit ist es wichtig, dem Baby so viel Nähe wie möglich zu geben, es weitestgehend von störenden äußeren Einflüssen abzuschirmen (Lärm, grelles Licht, Kälte) und sich ein Nest zu bauen, in dem man sich als Familie kennenlernen kann. Die Eltern, speziell die Mutter, sind der sichere Anker des Kindes. Ihre Stimme ist vertraut, ihren Geruch erkennt es nach nur wenigen Tagen und bei ihr gibt es, sofern sie stillt, Nahrung.

Noch bevor das Kind durch Schreien signalisiert, dass es hungrig ist, schickt es Signale, die sogenannten „Frühen Hungerzeichen“. Dies kann das Lecken der Lippen, Saugen an den Händchen, Schmatzen, öffnen des Mundes oder das Suchen der Brust sein. Auf diese Zeichen sollte man schnellstmöglich reagieren und dem Kind unverzüglich die Brust (oder die Flasche) geben.

Beobachte dein Kind. Gib ihm die Sicherheit, die es braucht, indem du viel Körperkontakt mit ihm hast und versuche auf die frühen Hungerzeichen zu reagieren.

Sollte ein Säugling nach dem Abstillen an Gewicht verlieren, empfiehlt es sich das Trinkverhalten genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Fütterungsempfehlungen der jeweiligen Ersatznahrung sollten genau eingehalten werden. Im 1. Lebensjahr benötigt das Kind entweder Muttermilch oder falls abgestillt wurde, Formula Nahrung. Formula Nahrung Pre kann das gesamte erste Lebensjahr hindurch gegeben werden und kommt von der Zusammensetzung her der Muttermilch am Nächsten. Wenn das Kind trotz Einhalten der empfohlenen Trinkmenge an Gewicht verliert, sollte Rücksprache mit der Hebamme, einer Stillberaterin oder dem Kinderarzt gehalten werden.

Der Mororeflex ist ein Neugeborenenreflex, bei dem das Kind reflexartig die Arme ausbreitet, die Finger spreizt und den Mund öffnet. Es sieht aus, als würde das Kind sich erschrecken. Dieser Reflex sorgt für den ersten Atemzug des Neugeborenen und verhindert ein Aussetzen der kindlichen Atmung. Nach etwa 4 Monaten verliert sich dieser Reflex.

Eine verstopfte Nase ist bei Kindern keine Seltenheit. Wichtig ist, dass die Schleimhäute feucht gehalten werden. Hierzu kann Muttermilch oder Kochsalzlösung genutzt werden. Eine feuchte Umgebungsluft, z.B. indem man den Wäscheständer neben das Bett stellt oder feuchte Tücher über die Heizung hängt, kann zusätzlich helfen. Ebenfalls gibt es ätherische Öle, speziell für Kinder bzw. Babys. Ein oder zwei Tropfen, die man auf den Schlafanzug gibt, können auch dazu beitragen, dass das Kind besser durchatmet.

Abschwellende Nasentropfen sollten nur zur Anwendung kommen, wenn alle o.g. Maßnahmen nicht geholfen haben und maximal über die Dauer von 5 Tagen gegeben werden.

Im Zweifelsfall halte bitte Rücksprache mit dem Kinderarzt oder der Hebamme.

Das Drei-Tage-Fieber ist eine hochansteckende, aber weitestgehend harmlose Viruserkrankung, die durch einen Herpesvirus ausgelöst wird. Es handelt sich um eine Tröpfcheninfektion. Typische Anzeichen sind das plötzlich auftretende (hohe) Fieber, das 3-4 Tage andauert und ein anschließender Hautausschlag, der kleinflächig beginnt und sich rasch am ganzen Körper ausbreitet. Hauptsächlich betroffen sind Bauch, Brust und Rücken, aber auch Arme, Beine, Gesicht und Kopfhaut können betroffen sein.

Da das hohe Fieber einen starken Flüssigkeitsverlust verursacht, muss unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.
Generell sollte bei jedem mit hohem Fieber verbundenen Infekt ein Arzt aufgesucht werden, um im Ernstfall andere hochfieberhafte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen oder ausschließen zu können.

Quelle: https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/drei-tage-fieber/

Dein Kind befindet sich in der sogenannten Fremdelphase. Diese Phase beginnt meist im 2. Lebenshalbjahr, bei manchen Kindern auch schon früher.

Fremdeln ist ein normales Verhalten. Die Kinder beginnen nun zwischen vertrauten und weniger vertrauten/ unbekannten Personen zu unterscheiden.

Der Ausprägungsgrad des Fremdelns kann ganz unterschiedlich sein. Wichtig ist, dass das Kind in seiner Angst ernst genommen wird und ihm Zeit gegeben wird, um mit anderen Personen warm zu werden.

Bei sommerlichen Temperaturen solltest du dein Kind luftig kleiden. Wichtig ist ein textiler Schutz vor Sonneneinstrahlung (Sommer). Vor allem eine Kopfbedeckung, die gerne auch den Nacken bedecken darf, ist wichtig. Halte dich bei sommerlichen Temperaturen mit deinem Kind, wenn möglich, ausschließlich im Schatten auf!

Bedecke den Kinderwagen bzw. die Babyschale nicht mit einem Tuch (z.B. Stoffwindel)! Darunter kann die Luft nicht richtig zirkulieren, dadurch kann es zu hohen Temperaturen im Inneren des Kinderwagens / der Babyschale kommen und dein Baby droht zu überhitzen! Es gibt spezielle Sonnensegel, die man über das Verdeck spannen kann. Diese sind die deutlich bessere Wahl.

Streptokokken sind kugelförmige Bakterien die zum natürlichen Mikrobiom des Menschen gehören. Es gibt verschiedene Stämme, während die allermeisten von ihnen harmlos sind, können einige von ihnen, besonders Streptokokken der ß-Gruppe, Infektionen auslösen (z.B. eitrige Angina, Scharlach, Hautinfektionen...), die in den allermeisten Fällen einer Antibiotikatherapie bedürfen. Die Übertragung erfolgt durch direkten oder indirekten Erregerkontakt oder durch Tröpfcheninfektion. Auch die Übertragung von der Mutter auf ihr Kind ist während der Geburt möglich. Besonders bei Neugeborenen können Streptokokken Infektionen sehr rasche und schwere Krankheitsverläufe verursachen. Daher gibt es die Möglichkeit, sich in der Schwangerschaft auf Streptokokken testen zu lassen. Hierfür wird ein vaginaler Abstrich entnommen und im Labor auf das Bakterium untersucht. Sollte der Test positiv sein, wird eine Antibiotikagabe während der Geburt empfohlen, um eine Übertragung auf das Kind zu verhindern.

Anmerkung: Der o.g. Streptokokken Test, der im letzten Trimester angeboten wird, ist keine Kassenleistung und somit privat zu bezahlen. Die Kosten betragen in der Regel zwischen 10-35€.

Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Streptococcus_pyogenes.html

Ein Neugeborenes kann in den ersten Tagen nach der Geburt bis zu 10% seines Geburtsgewichts verlieren. Das Geburtsgewicht sollte nach 2 Wochen wieder erreicht sein. Ist das Geburtsgewicht erst einmal erreicht, nimmt das Kind in den ersten 2 Lebensmonaten durchschnittlich 170  -300g pro Woche zu. Besonders vollgestillte Kinder können aber auch deutlich mehr zunehmen. Das Fettgewebe, das durch Muttermilch aufgebaut wird unterscheidet sich vom Fettgewebe, das sich durch „Überernährung“ bildet und wird viel schneller abgebaut. Es ist also gesundheitlich völlig unbedenklich, wenn vollgestillte Kinder sehr rasch zunehmen und mitunter sehr „pummelig“ wirken.

Sollte die Gewichtszunahme stagnieren oder sehr langsam laufen, empfiehlt es sich Rücksprache mit der Hebamme, einer Stillberaterin oder dem Kinderarzt zu halten.

Weiterführende Infos: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/0-12-monate/gewichtsentwicklung/

In der Regel tritt die Babyakne nach der Geburt zwischen dem 10. und 14. Lebenstag auf. Auch zwischen der 4. und 6. Lebenswoche kann sie nochmal verstärkt auftreten. Wie lange sie anhält und wie stark sie ausgeprägt ist, variiert von Kind zu Kind. Auch wenn es bei manchen Kindern sehr ausgeprägt sein kann, ist Babyakne völlig harmlos.

Wegwerfwindeln sind vor allem eines: Praktisch. Aber sie sind, wenn man es hochrechnet auch ein echtes ökologisches Problem. Darüber hinaus sind sie je nach Marke recht teuer und enthalten chemische Inhaltsstoffe, die die Windel zwar besonders saugfähig machen, aber auch die Babyhaut irritieren können.

Stoffwindeln wirken in der Anschaffung zwar zunächst teuer, aber sie sind nicht zu vergessen wiederverwendbar (d.h. sie können auch noch bei jüngeren Geschwistern Anwendung finden oder Second Hand verkauft werden). Inzwischen gibt es ausgeklügelte Stoffwindelsysteme, die optisch und vom Handling her der Wegwerfwindel sehr ähnlich sind.

Natürlich hat man bei der Verwendung von Stoffwindeln einen Mehraufwand, da zur normalen Wäsche noch zusätzlich das Waschen der Windeln anfällt.

Solltest du darüber nachdenken, dein Kind mit Stoffwindeln zu wickeln, gibt es im Internet zahlreiche Seiten, die sich mit den verschiedenen Wickelsystemen beschäftigen.

Der Nabelschnurrest fällt in der Regel nach 5-14 Tagen ab. Manchmal dauert es etwas länger, manchmal geht es schneller. Der Nabelgrund, also der Ansatz der Nabelschnur, muss sich zunächst verschließen. Die Heilungsdauer geht auch noch über das Abfallen des Nabelschnurrestes hinaus, daher erschrick nicht, wenn der Nabel hin und wieder ein wenig blutet. Es handelt sich um eine Wunde, die heilen muss, daher ist der Nabel immer sauber zu halten. Eine Desinfektion des Nabels ist nicht notwendig. Blutige Krusten kannst du vorsichtig mit einem Wattestäbchen und etwas Muttermilch oder abgekochtem Wasser entfernen.

Sollte der Nabel oder das Areal ringsherum auffallend gerötet aussehen, solltest du unverzüglich Rücksprache mit deiner Hebamme oder dem Kinderarzt halten.

Zunächst ist eines zu sagen: Keime sind überall in unserer Umgebung. Die meisten von ihnen sind für den menschlichen Organismus unschädlich. Ein ausgewogener Kontakt mit Keimen ist außerdem wichtig für den Aufbau des kindlichen Immunsystems und verringert die Entstehung von Allergien. Übertriebene Sauberkeit kann also durchaus auch negative Folgen für die Gesundheit haben.

Um Krankheiten zu vermeiden ist es dennoch wichtig, auf eine ausgewogene Hygiene zu achten.

Die Wohnung sollte nicht mit Schuhen betreten werden. Der Fußboden sollte mit milden Reinigungsmitteln gereinigt werden, z.B. Allzweck-, Seifen- oder Neutralreiniger. Chlorreiniger können die Schleimhäute reizen und bergen ein Verätzungsrisiko für Kleinkinder. Auch der Einsatz von Desinfektionsmitteln im häuslichen Umfeld ist nicht sinnvoll, da es manche Krankheitserreger noch widerstandsfähiger machen kann.

Regelmäßiges Händewaschen beugt Krankheiten vor und sollte nach jedem Wickeln, nach jedem Toilettengang und beim Nachhause Kommen durchgeführt werden. Kinder sollten dieses Ritual früh erlernen. Eine Händedesinfektion ist (zuhause) nicht notwendig.

https://www.netdoktor.at/gesundheit/hygiene/hyiene-saeuglinge-kleinkinder-6887883

Auch wenn es eine schier unendliche Auswahl an Babypflegeprodukten gibt, die zarte Babyhaut ist sehr empfindlich, weniger ist hier mehr!

Verzichte am Besten auf Feuchttücher und reinige den Windelbereich nur mit klarem Wasser und einem Waschlappen. Es gibt auch spezielle Wattepads in der Drogerie, mit denen man das Baby säubern kann. Hartnäckige Verschmutzung wie z.B. angetrockneter Stuhl, lässt sich gut mit Öl entfernen. Dieses sollte möglichst naturbelassen sein, z.B. reines Mandelöl aus der Apotheke. Aber auch mit Sonnenblumen-, Distel- oder Rapsöl kann man sein Baby pflegen.

Wund(schutz)creme sollte nur zum Einsatz kommen, wenn der Windelbereich gerötet ist. Ein vorbeugendes Eincremen ist nicht nötig. Achte einfach darauf, dass die Haut nach dem Wickeln trocken und sauber ist. Vergiss nicht, auch die Hautfalten zu reinigen!

Das Beste was du der Haut deines Babys zuführen kannst, ist Muttermilch. Sie gibt der Haut Fette, wertvolle Vitamine und gute Bakterien, die helfen, den Säureschutzmantel der Haut aufzubauen. Du kannst sie als Badezusatz verwenden oder den Windelbereich damit reinigen. Auch bei leichten Rötungen oder wunden Hautstellen ist Muttermilch das 1.Hilfe-Mittel Nummer eins.

Es ist nicht nötig dein Baby jeden Tag zu baden, da häufiges Baden die Haut austrocknen kann. 1-2x pro Woche 2-5 Minuten Badezeit sind völlig ausreichend. Achte unbedingt auf die richtige Wassertemperatur  (36-37°C), am Besten mittels Badethermometer.

An den übrigen Tagen genügt es, das Kind mit einem warmen, feuchten Waschlappen zu säubern (auch hier – Hautfalten nicht vergessen!).

Nach dem Baden ist die Haut sehr aufnahmefähig, hier bietet es sich an, das Baby mit einem guten Öl oder (möglichst zusatzstoffarmen) Lotion zu pflegen.

Badezeit ist Bonding-Zeit! Nimm dir nach dem Baden Zeit für eine ausgiebige Kuscheleinheit.

Durch das feuchte Milieu in der Windel und den Kontakt mit Urin und Kot, wird die noch sehr dünne und zarte Babyhaut angegriffen. Auch Zusatzstoffe, die die Windel besonders saugstark machen, können die Babyhaut irritieren. Es kann daher sein, dass die Haut auf manche Windelmarken besser oder schlechter reagiert, als auf andere.

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen bei wundem Baby-Popo sind:

  • auf Feuchttücher verzichten – es genügt den Popo mit klarem Wasser und ggf. etwas Öl (z.B. reines Mandelöl) zu reinigen.
  • Luft an den Po lassen

→ Generell sollten Babys häufig die Möglichkeit haben, nackt zu strampeln (auf eine ausreichend warme Umgebungstemperatur ist zu achten).

  • Den Wunden Po mit Muttermilch benetzen und trocknen lassen

→ Muttermilch enthält viele wertvolle Stoffe, die die Wundheilung unterstützen.

  • Eine dünne Schicht Wundcreme mit möglichst natürlichen Inhaltsstoffen auftragen (z.B. Calendula)
  • Bei nässenden Stellen: betroffene Hautareale mit Schwarztee betupfen
  • Bei hartnäckigen wunden Stellen kann eine zinkhaltige Creme benutzt werden

Bei anhaltender oder stärker werdender Rötung oder Ausschlag empfiehlt es sich, Rücksprache mit der Hebamme oder dem Kinderarzt zu halten!

Die Empfehlungen zum sicheren Kinderschlaf sehen vor, dass Babys zum Schlafen auf den Rücken gelegt werden. Besonders dann, wenn Kinder sich noch nicht selbst drehen oder den Kopf in Bauchlage halten können, birgt die Bauchlage Gefahr, dass die Atemwege des Kindes blockiert werden.

In den ersten 3 Lebensmonaten schläft ein Kind zusammengenommen durchschnittlich 14-17 Stunden am Tag. Ab etwa 4 Monaten schlafen Babys ca. 12-15 Stunden pro Tag, es beginnt sich ein Tag-Nacht-Rhythmus zu etablieren, d.h. Die Schläfchen über den Tag werden weniger oder kürzer, während der Nachtschlaf länger wird.

Die Angaben sind Durchschnittswerte, das heißt manche Kinder kommen auch mit weniger Schlaf aus. Achte auf die Signale, die dein Kind dir gibt. Versuche es in Ruhe hinzulegen, wenn es Anzeichen von Müdigkeit macht.

Empfehlungen zum sicheren Babyschlaf gibt es hier:

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/schlafen/0-12-monate/schlafumgebung/sicher-schlafen/