Loge Familienzentrum

Häufig gestellte Fragen

Eine Nagelbettentzündung ist eine unangenehme Angelegenheit und sollte behandelt werden, da sich die Entzündung im schlimmsten Fall weiter ausbreiten kann. Es empfiehlt sich den betroffenen Nagel mehrmals täglich in lauwarmem Wasser einzuweichen. Man kann dem Wasser auch medizinische Seife oder Kernseife zusetzen. Ebenso eignen sich Kamille, Calendula oder Arnika als Badezusatz. Durch das Einweichen wird die Hornschicht gelöst und eventuell vorhandener Eiter kann sich entleeren. Nach dem Bad sollte der Nagel gut getrocknet und desinfiziert werden. Hierzu eignet sich ein Antiseptikum aus der Apotheke (z.B. Octenisept). Im Anschluss sollte eine Wundheilsalbe auf die betroffene Stelle aufgetragen werden (z.B. Panthenolcreme). Sollten die Symptome nach 3 Tage noch nicht besser werden oder sich rasch verschlimmern, empfiehlt es sich einen Arzt (Hausarzt oder Hautarzt) aufzusuchen.

Vulvavarizen sind Krampfadern, die im Intimbereich der Frau auftreten und sehr unangenehm sein können. Betroffene können Sitzbäder, z.B. mit Meersalz, machen und nach Bedarf kühlen. Man sollte zudem Druck auf den Beckenboden vermeiden, nicht zu schwer heben und bei Zeiten mit sanften Rückbildungsübungen beginnen. In der Regel tauchen die Varizen in der Schwangerschaft auf und bessern sich nach der Geburt, bzw. nach Abschluss des Wochenbettes.

Der Wochenfluss dauert in der Regel 4-6 Wochen und verändert sich im Laufe der Zeit in Farbe und Intensität. Nach der Geburt ist die Blutung frisch (rot), nach etwa einer Woche wird er alt-blutig (bräunlich), nach etwa einer weiteren Woche rahmig (gelb/orange) und geht dann in einen weißlichen Ausfluss über.

Die Stadien gehen nicht immer „lehrbuchmäßig“ ineinander über, zwischenzeitlich kann immer nochmal ein wenig frisches Blut kommen. Sollte die Blutung im späten Wochenbett allerdings schwallartig oder stark sein und/oder von Fieber oder Schmerzen begleitet werden, sollte unverzüglich Rücksprache mit der Hebamme oder der Gynäkolog*in gehalten werden!

Der Zeitpunkt der ersten Periode nach einer Geburt ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Bei voll stillenden Frauen wirken die Hormone in der Regel so, dass der Eisprung unterdrückt wird und somit kein Zyklus stattfindet. Wenn nur teilweise oder gar nicht mehr gestillt wird, fallen diese Hormone ab und es kommt dann schneller wieder zur Regelblutung. In manchen Fällen setzt die Periode jedoch auch recht zeitnah nach der Geburt ein. Zudem kann es eine Weile dauern, bis der Zyklus wieder regelmäßig stattfindet.

Die PDA ist ein sehr häufig angewendetes Betäubungsverfahren, das bei der Geburt die Schmerzen der Frau, je nach Dosierung, nahezu vollständig lindern kann. Über einen kleinen Schlauch, der zunächst nahe dem Rückenmark gelegt wird, wird ein starkes Betäubungs- /Schmerzmittel gespritzt. Dies führt dazu, dass die Signalweiterleitung der Nerven für eine gewisse Zeit blockiert wird. Entweder wird das Medikament weiter kontinuierlich über eine Pumpe abgegeben oder die Frau kann sich bei Bedarf einen Bolus geben lassen. Bei idealer Anwendung ist die Frau noch in der Lage, ihre Position zu ändern und in der Austreibungsphase aktiv mitzuschieben.

Leider birgt die PDA, wie jeder medizinische Eingriff, auch Risiken; es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Frauen, die mit PDA gebären, ein erhöhtes Risiko für weitere Interventionen haben. Darüber hinaus kann es durch die PDA zu Kreislaufbeschwerden kommen, weswegen die werdende Mutter in der Regel an eine Dauer-Kreislaufüberwachung angeschlossen ist (Blutdruck- und Sauerstoffsättigung), dies kann die Bewegungsfreiheit stark einschränken. Auch können unter Umständen Taubheitsgefühle in den Beinen auftreten, wodurch eine aufrechte Gebärposition nicht mehr möglich ist. Bei der PDA kann es außerdem in manchen Fällen zu Kopfschmerzen oder Schmerzen an der Einstichstelle (=Rückenschmerzen) kommen, die unter Umständen auch noch einige Tage nach der Geburt andauern können. Der Anästhesist, der die PDA legt, wird die werdende Mutter ausführlich über alle Risiken aufklären.

Dennoch kann die PDA ein Segen sein, besonders dann, wenn die Geburt stagniert oder bei langen Eröffnungsphasen, durch die der Körper der Mutter erschöpft ist.

Ob eine PDA infrage kommt oder nicht, sollte man also vom Geburtsverlauf abhängig machen und in jedem Fall mit dem betreuenden Personal besprechen.

Zunächst einmal ist es wichtig seinem Körper für die immense Leistung, die er in der Schwangerschaft und während der Geburt erbracht hat, dankbar zu sein und ihm eine wohlverdiente Regenerationszeit zu gewähren. Bis der Körper sich vom schwangeren Zustand auf den nicht mehr schwangeren Zustand umgestellt hat, braucht es vor allem eines: Zeit. Im Volksmund sagt man „Der Bauch kommt 9 Monate und geht 9 Monate“, manche sprechen von einem Zeitraum von einem Jahr, die man dem Körper zur Rückbildung einräumen sollte.

Nach Abschluss des Wochenbettes, also nach etwa 6-8 Wochen, kann man mit einem Rückbildungskurs beginnen. Dieser wird von den Krankenkassen übernommen, wenn er bis 9 Monate nach der Geburt abgeschlossen wurde. Dieser Kurs soll den Bezug zum Beckenboden wiederherstellen und die Muskelgruppen reaktivieren, die durch die Schwangerschaft besonders beansprucht wurden.

Deine Hebamme kann dir einige sanfte Rückbildungsübungen zeigen, die du schon im Wochenbett anwenden kannst.

Nach der Geburt kann es vermehrt zu Wassereinlagerungen kommen, die sich häufig in den Füßen bemerkbar machen. Diese Wassereinlagerungen sorgen für ein unangenehmes Spannungsgefühl. Jedoch sollten sie sich nach einigen Tagen bessern. Es hilft, die Füße hochzulagern und sie zu entlasten.

Außerdem kann es durch die Verlagerung des Körperschwerpunktes in der Schwangerschaft, zu Fehlhaltungen/ Fehlbelastungen der Füße kommen. Nach der Geburt, wenn sich der Schwerpunkt des Körpers wieder normalisiert, kann sich diese monatelange Fehlbelastung durch Schmerzen in den Füßen äußern. Es hilft, die Füße zu massieren, viel barfuß zu laufen und die Füße zu entlasten. Sollten die Schmerzen anhalten, kann die Vorstellung beim Orthopäden sinnvoll sein. Dieser kann, je nach Bedarf, Physiotherapie verordnen.

Achtung: In der Zeit des Wochenbetts haben Frauen ein deutlich erhöhtes Risiko eine Thrombose zu erleiden. Dies ist auf die körperlichen und hormonellen Umstellungen nach der Geburt zurückzuführen. Nach einem Kaiserschnitt ist dieses Risiko nochmals erhöht. Schmerzen in den Füßen, besonders einseitiger Klopf- oder Berührungsschmerz an den Fußsohlen, können ein Hinweis auf eine Thrombose sein.

Bitte informiere in diesem Fall deinen Arzt oder deine Hebamme!

Eine gut versorgte Dammnaht sollte nicht bluten. Wenn es zu Entzündungen kommt oder die Wunde nicht adäquat versorgt wurde, kann es jedoch sein, dass die Stelle wieder zu bluten beginnt. In diesem Fall wende dich bitte unverzüglich an deine Hebamme.

Wenn einige Monate nach der Geburt Blutungen auftreten, unabhängig davon ob nach einem Kaiserschnitt oder einer vaginaler Geburt, kann es sich um die Menstruation handeln. Hormonell bedingt kann es ebenfalls zu Zwischenblutungen kommen, da der Körper Zeit braucht, um zurück zu einem regelmäßigen Zyklus zu finden und sich von „schwanger“ auf „nicht mehr schwanger“ umzustellen. Gehen die Blutungen mit Schmerzen einher, sollte es ärztlich abgeklärt werden.

Die primäre Wundheilung, also die Zeit bis sich die Kaiserschnittnaht verschließt, dauert in der Regel etwa 2 Wochen. Die sekundäre Wundheilung, bei der sich das Gewebe innerlich und äußerlich neu bildet und vernarbt, dauert wesentlich länger. Da es sich bei einem Kaiserschnitt um eine große Bauch-OP handelt, bei der zahlreiche Gewebeschichten durchtrennt werden, ist es völlig normal, dass es zu Schmerzen im Heilungsverlauf kommen kann. Besonders bei körperlicher Belastung empfinden Frauen auch noch lange Zeit nach dem Kaiserschnitt ein schmerzhaftes Ziehen an der Naht. Da durch den Schnitt Nerven durchtrennt werden, kann es zudem zu Taubheitsgefühlen im Bereich der Naht kommen, die unter Umständen Monate oder sogar Jahre anhalten können.

Bei Unsicherheiten bezüglich deiner Narbe kannst du jederzeit mit deiner Hebamme sprechen.

Es gibt einige Studien, die belegen, dass Frauen, die nach der Geburt ein (kleines) Stück ihrer Plazenta essen, seltener an postpartalen Depressionen leiden und seltener starke Blutungen nach der Geburt haben. Es gibt jedoch zu wenige Studien, um diese Aussagen als wissenschaftlich gesichert einzustufen. Hierzu bedarf es weiterer Forschung.