Loge Familienzentrum

Häufig gestellte Fragen

Jede werdende Mutter wird einer Hebamme begegnen, wenn sie zur Geburt ins Krankenhaus geht, da es in Deutschland für jede Geburt die Hinzuziehungspflicht einer Hebamme gibt.

Abgesehen davon, dass Hebammen den regelrechten Geburtsverlauf selbstständig überwachen, die werdende Mutter während der Wehenarbeit unterstützen und bei der Geburt des Kindes anwesend sind, hat man die Möglichkeit, die Dienste einer freiberuflichen Hebamme in Anspruch zu nehmen.

Freiberufliche Hebammen arbeiten in der Vorsorge und Wochenbettbetreuung, bieten Kurse an (Geburtsvorbereitung, Rückbildung) oder arbeiten im Belegsystem.

Nicht alle Schwangeren wissen, dass sie ein Recht auf Hebammenbetreuung haben. In den Mutterschutzrichtlinien ist verankert, dass auch die Vorsorgeuntersuchungen bei unauffälligem Schwangerschaftsverlauf von einer Hebamme (auch im Wechsel mit dem Gynäkologen/ der Gynäkologin) durchgeführt werden können. Darüber hinaus leisten sie Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden, beraten zu allen wichtigen Themen rund um Schwangerschaft und Geburt und bereiten die werdende Mutter auf die Still- und Wochenbettzeit vor.

In der Zeit nach der Geburt kommt die Hebamme nach Hause und überwacht den regelrechten Verlauf des Wochenbetts. Sie kontrolliert bei Mutter und Kind den allgemeinen Gesundheitszustand, assistiert bei Bedarf beim Stillen und steht bei allen Fragen rund um die Gesundheit, das Wochenbett und das Neugeborene an eurer Seite.

Bei der Wöchnerin kontrolliert sie u.A. die Rückbildung der Gebärmutter und den Wochenfluss sowie die Brust und die Milchbildung und beobachtet die Wundheilung nach Kaiserschnitt oder etwaiger Geburtsverletzungen.

Sie kontrolliert beim Kind u.A. den Verlauf der Neugeborenengelbsucht, das Gewicht und die Nahrungsaufnahme sowie das Trinkverhalten, versorgt den Nabel, beobachtet Hautveränderungen und unterstützt die Eltern beim richtigen Handling des Säuglings.

Beleghebammen haben darüber hinaus Verträge mit einer (oder mehreren) Klinik(en) und sind sozusagen das Rundum-Sorglos-Paket. Sie begleiten Familien in der Schwangerschaft, sind bei der Geburt anwesend und betreuen das Wochenbett.

Es ist natürlich jedem selbst überlassen, ob er die Dienste einer Hebamme in Anspruch nimmt, erfahrungsgemäß ist es jedoch sehr hilfreich, einen Ansprechpartner zu haben, der professionell und nach aktuellen medizinischen Standards arbeitet und einem während der aufregenden Zeit rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zur Seite steht.

Es gibt die Möglichkeit, die Krankenkasse nach einer Liste der Hebammen in meinem Umkreis zu fragen. Viele Kliniken haben zudem Infobroschüren, in denen die bei ihnen tätigen Hebammen, die zusätzlich auch freiberuflich arbeiten, aufgeführt sind. Man kann zudem im Internet recherchieren, da viele Hebammen auf diversen Internetplattformen registriert sind.
Falls eure Suche erfolglos bleibt gibt es noch den zentralen Hebammenruf:
http://www.zentraler-hebammenruf-berlin.de/

Zudem wurde aufgrund der Mangelsituation eine Facebookgruppe ins Leben gerufen, die Hebammen und Hebammensuchende zusammen bringen soll:
Facebookgruppe: „Hebammenvermittlung Berlin“

Wenn ihr Geburtsvorbereitungs- oder Rückbildungskurse sucht, kann man auch hier das Angebot in der Nachbarschaft erkunden und z.B. Google befragen. Außerdem gibt es Zeitschriften oder Plattformen wie z.B. KidsGo, in denen Kursangebote inseriert sind.

Wenn ihr trotz aller Bemühungen keine Hebamme findet, könnt und solltet ihr es melden. Denn nur, wenn wir den Mangel aufzeigen, haben wir etwas in der Hand, um die Situation zu verbessern:
https://www.unsere-hebammen.de/mitmachen/unterversorgung-melden/

Es ist natürlich jedem selbst überlassen, ob er die Hilfe einer Hebamme auch beim 2. Kind in Anspruch nehmen möchte. Man hat zweifelsohne schon etwas Routine im Umgang mit Babys und viele Situationen vielleicht bereits beim ersten Kind erlebt.

Jedoch kann die 2. Geburt, das 2. Wochenbett und das 2. Kind ganz anders sein als die Erfahrung beim 1. Mal. Auch nach der 2. Geburt kann es Fragen geben, Redebedarf oder Schwierigkeiten. Es ist natürlich von Vorteil, wenn man jemanden hat, den man in brenzligen Situationen zurate ziehen kann.

Die WHO empfiehlt 6 Monate voll zu stillen (und darüber hinaus weiter zu stillen, bis zum Alter von 2 Jahren oder länger). Ab dem 7. Lebensmonat kann langsam mit der Einführung der Beikost begonnen werden. Zusätzlich kann man bestimmte Verhaltensweisen des Kindes beobachten, die darauf hinweisen, dass es bereit für Beikost ist:

  • Das Kind kann (mit Unterstützung) aufrecht sitzen
  • Das Kind kann selbstständig seinen Kopf halten
  • Das Kind ist interessiert am Essen seiner Eltern oder Geschwister und beobachtet interessiert
  • Der Zungenstoßreflex (der in den ersten Monaten verhindern soll, dass sich das Kind verschluckt) ist erloschen. Wenn man dem Kind also einen Löffel Brei gibt, es den Brei aber mit der Zunge wieder herausschiebt, ist es möglicherweise noch zu früh für Beikost.

Hier empfiehlt es sich die Empfehlungen der BZGA (kindergesundheit-info.de) zu lesen.

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/0-12-monate/saeuglingsernaehrung/

Im ersten Lebensjahr sollte das Kind langsam an eine ausgewogene Mischkost herangeführt werden. Honig kann im ersten Lebensjahr den sogenannten Botulismus auslösen und ist daher zu meiden. Kleine, harte Lebensmittel wie z.B. Nüsse sollten in ihrer natürlichen Form nicht in die Hände eines Säuglings gelangen, da das Risiko besteht, dass das Kind sich daran verschluckt. Ebenso sind rohes Fleisch oder Speisen, die rohes Ei enthalten, zu vermeiden. Auch von stark gesalzenen und gewürzten Speisen sollte man innerhalb des ersten Lebensjahrs Abstand nehmen. Gleiches gilt für Lebensmittel, denen zusätzlich Zucker hinzugefügt wurde. Reine Säfte, ungeachtet des Fruchtgehalts, eignen sich auf keinen Fall zum Dauernuckeln, da der darin enthaltene (Frucht-)Zucker die Zähne schädigen kann. Besser sind Wasser, ungesüßte Tees oder gelegentlich stark verdünnte Saftschorlen (z.B. 1/4 Saft : 3/4 Wasser).

Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung im ersten Lebensjahr erhältst du hier:

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/0-12-monate/saeuglingsernaehrung/

Generell gilt: Muttermilch hat keine Halbwertszeit; sie hört nicht nach 6 Monaten auf das Kind mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Wenn dein Kind die Beikost verweigert. versuche es zu einem späteren Zeitpunkt erneut und stille dein Baby weiterhin. Biete ihm immer wieder etwas Brei an, aber versuche so wenig Druck wie möglich aufzubauen. Kinder sollen Freude am Essen entwickeln und je stärker das Thema in den Fokus gerät, desto schwieriger kann es für das Kind sein, einen gesunden Umgang mit Essen zu lernen.

Beikost sollte Schritt für Schritt, mit viel Geduld und ohne jeglichen Druck eingeführt werden.
Ein Modell, wie man hierbei vorgeht, sieht man z.B. auf der Internetseite:

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/0-12-monate/beikosteinfuehrung/

Die Darmflora eines Neugeborenen muss sich erst ausbilden, zudem muss sich der Magendarmtrakt erst an seine neue Aufgabe, das Verdauen von Milch, gewöhnen.

Infolge dessen ist es völlig normal, dass das Kind gelegentlich zu Blähungen neigt. Man Kann seinem Baby Abhilfe verschaffen, indem man es viel trägt. Im Tragetuch hat das Kind die sogenannte Anhock-Spreiz-Stellung, die entlastend für den Bauch wirkt und dem Kind beim Entlüften hilft. Auch das Halten des Kindes im „Fliegergriff“ kann eine beruhigende Wirkung auf das Kind haben und den Bauch entlasten. Zusätzlich kann man den Bauch seines Babys massieren (mit etwas Öl und sanftem Druck um den Bauchnabel herum im Uhrzeigersinn), es gibt hierfür auch spezielle „Bäuchleinöle“ oder „Windsalben“, die man bei Bedarf verwenden kann.

Vielleicht hast du schon mal festgestellt, dass dein Kind sofort sein Geschäft verrichtet, sobald du die Windel abmachst. Daher kann es hilfreich sein, sein Kind bei jedem Wickeln mit nacktem Unterkörper und angewinkelten Beinen abzuhalten, z.B. über dem Waschbecken. Du wirst sehen, dass es deinem Kind in dieser Position leichter fällt loszulassen.

Auch wenn du den Tipp vielleicht schon mal gehört hast, bitte gib deinem Kind keinen Tee zu trinken! Säuglinge decken ihren Flüssigkeitsbedarf ausschließlich über Milch ab. Andere Flüssigkeiten wie Tee oder Wasser können den Magendarmtrakt zusätzlich belasten und den Elektrolythaushalt des Kindes durcheinander bringen.

Auch Präparate aus der Apotheke, die meistens den Wirkstoff Simeticon enthalten, sind meistens nicht unbedingt des Rätsels Lösung.

Du solltest dir vor Augen halten, dass Babys ihr neues Leben mit all seinen Eindrücken erst einmal „verdauen“ müssen. Versuche also dein Kind so wenig Stress wie möglich auszusetzen, d.h. möglichst wenig Besuch, ihm viel Ruhe und viel Nähe zu geben.

Zahnen kann für die Kleinen sehr unangenehm sein. Häufig geht mit dem Zahnen eine Phase schlechteren Schlafens und größerer Unruhe einher. Manche Kinder reagieren ebenfalls mit erhöhter Temperatur.

Bietet eurem Kind etwas an, worauf es herumkauen kann, z.B. einen Beißring. Auch Holzspielzeug kann Abhilfe verschaffen. Zudem gibt es spezielle Fingerlinge aus Silikon, mit denen ihr das Zahnfleisch eures Babys massieren könnt.

Sollte das alles nicht helfen gibt es diverse Präparate, auch pflanzlich oder homöopathisch, die speziell für die Zahnungsbeschwerden von Babys und Kleinkindern entwickelt wurden. Lasst euch bei Bedarf von eurer Hebamme, eurem Kinderarzt oder in der Apotheke eures Vertrauens beraten.

Das Drei-Tage-Fieber ist eine hochansteckende, aber weitestgehend harmlose Viruserkrankung, die durch einen Herpesvirus ausgelöst wird. Es handelt sich um eine Tröpfcheninfektion. Typische Anzeichen sind das plötzlich auftretende (hohe) Fieber, das 3-4 Tage andauert und ein anschließender Hautausschlag, der kleinflächig beginnt und sich rasch am ganzen Körper ausbreitet. Hauptsächlich betroffen sind Bauch, Brust und Rücken, aber auch Arme, Beine, Gesicht und Kopfhaut können betroffen sein.

Da das hohe Fieber einen starken Flüssigkeitsverlust verursacht, muss unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.
Generell sollte bei jedem mit hohem Fieber verbundenen Infekt ein Arzt aufgesucht werden, um im Ernstfall andere hochfieberhafte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen oder ausschließen zu können.

Quelle: https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/drei-tage-fieber/

Um dein Baby beruhigen zu können, ist es wichtig zu verstehen, warum es gerade unruhig ist. Häufige Gründe für Unruhe sind: Hunger, Müdigkeit, Bedürfnis nach Nähe oder eine volle Windel. Manchmal ist es aber auch schwierig, eine Ursache für das Schreien des Kindes zu erkennen. Häufig treten Unruhephasen in den Abendstunden auf. Das Gehirn des Kindes entwickelt sich rasant und es ist eine unglaubliche Herausforderung für das kleine Wesen, alle neuen Eindrücke zu verarbeiten und sich an das Leben außerhalb des Mutterleibes anzupassen.

Viele Kinder beruhigen sich, sobald sie Körperkontakt zu einer Bezugsperson (in der Regel die Eltern) aufnehmen. Neugeborene beruhigen sich häufig durch Haut-zu-Haut-Kontakt (= eigene Brust frei machen und das Kind nackt bzw. nur mit Windel bekleidet auflegen, dann zudecken). Auch das Tragen im (gut sitzenden!) Tragetuch oder Tragesystem kann die Kinder beruhigen, da sie dort in einer für sie entlastenden Position sind und die Nähe sowie den Herzschlag des Tragenden spüren. Eine weitere Möglichkeit, das Neugeborene zu beruhigen ist das Pucken. Hierfür wickelst du dein Kind fest in einem Tuch (ca. 80x80cm) ein. Die gleichmäßige Kompression ihres kleinen Körpers kann auf die Kinder ebenfalls einen beruhigenden Effekt haben. Aber: nicht alle Kinder mögen es, gepuckt zu werden. Lass dir das Pucken am Besten von deiner Hebamme oder anderen Fachperson zeigen.

Sollte dein Kind an anhaltenden Unruhezuständen leiden oder besonders schrill schreien, zögere nicht einen Kinderarzt aufzusuchen.

Die Bedürfnisse des Kindes zu erkennen ist eine Herausforderung, vor der jedes junge Elternpaar steht. Die klassischen Bedürfnisse wie Hunger, Nähe, Wärme oder Trockenheit sind für die meisten Eltern nach einer Weile des Kennenlernens gut zu unterscheiden.

Babys kommen aus einer Umgebung, die sich deutlich von unserer unterscheidet (Mutterleib = immer konstante wohlig-warme 37°C, gedämmtes Licht, wenig Lärm, immer verfügbare Nahrung) und müssen sich erst an ihren neuen Lebensraum anpassen. Diese Anpassungsphase bezeichnen manche auch als das 4. Trimester (also ein Zeitraum von weiteren 3 Monaten nach der Schwangerschaft). In dieser Zeit ist es wichtig, dem Baby so viel Nähe wie möglich zu geben, es weitestgehend von störenden äußeren Einflüssen abzuschirmen (Lärm, grelles Licht, Kälte) und sich ein Nest zu bauen, in dem man sich als Familie kennenlernen kann. Die Eltern, speziell die Mutter, sind der sichere Anker des Kindes. Ihre Stimme ist vertraut, ihren Geruch erkennt es nach nur wenigen Tagen und bei ihr gibt es, sofern sie stillt, Nahrung.

Noch bevor das Kind durch Schreien signalisiert, dass es hungrig ist, schickt es Signale, die sogenannten „Frühen Hungerzeichen“. Dies kann das Lecken der Lippen, Saugen an den Händchen, Schmatzen, öffnen des Mundes oder das Suchen der Brust sein. Auf diese Zeichen sollte man schnellstmöglich reagieren und dem Kind unverzüglich die Brust (oder die Flasche) geben.

Beobachte dein Kind. Gib ihm die Sicherheit, die es braucht, indem du viel Körperkontakt mit ihm hast und versuche auf die frühen Hungerzeichen zu reagieren.

Bei sommerlichen Temperaturen solltest du dein Kind luftig kleiden. Wichtig ist ein textiler Schutz vor Sonneneinstrahlung (Sommer). Vor allem eine Kopfbedeckung, die gerne auch den Nacken bedecken darf, ist wichtig. Halte dich bei sommerlichen Temperaturen mit deinem Kind, wenn möglich, ausschließlich im Schatten auf!

Bedecke den Kinderwagen bzw. die Babyschale nicht mit einem Tuch (z.B. Stoffwindel)! Darunter kann die Luft nicht richtig zirkulieren, dadurch kann es zu hohen Temperaturen im Inneren des Kinderwagens / der Babyschale kommen und dein Baby droht zu überhitzen! Es gibt spezielle Sonnensegel, die man über das Verdeck spannen kann. Diese sind die deutlich bessere Wahl.

Dein Kind befindet sich in der sogenannten Fremdelphase. Diese Phase beginnt meist im 2. Lebenshalbjahr, bei manchen Kindern auch schon früher.

Fremdeln ist ein normales Verhalten. Die Kinder beginnen nun zwischen vertrauten und weniger vertrauten/ unbekannten Personen zu unterscheiden.

Der Ausprägungsgrad des Fremdelns kann ganz unterschiedlich sein. Wichtig ist, dass das Kind in seiner Angst ernst genommen wird und ihm Zeit gegeben wird, um mit anderen Personen warm zu werden.

Wegwerfwindeln sind vor allem eines: Praktisch. Aber sie sind, wenn man es hochrechnet auch ein echtes ökologisches Problem. Darüber hinaus sind sie je nach Marke recht teuer und enthalten chemische Inhaltsstoffe, die die Windel zwar besonders saugfähig machen, aber auch die Babyhaut irritieren können.

Stoffwindeln wirken in der Anschaffung zwar zunächst teuer, aber sie sind nicht zu vergessen wiederverwendbar (d.h. sie können auch noch bei jüngeren Geschwistern Anwendung finden oder Second Hand verkauft werden). Inzwischen gibt es ausgeklügelte Stoffwindelsysteme, die optisch und vom Handling her der Wegwerfwindel sehr ähnlich sind.

Natürlich hat man bei der Verwendung von Stoffwindeln einen Mehraufwand, da zur normalen Wäsche noch zusätzlich das Waschen der Windeln anfällt.

Solltest du darüber nachdenken, dein Kind mit Stoffwindeln zu wickeln, gibt es im Internet zahlreiche Seiten, die sich mit den verschiedenen Wickelsystemen beschäftigen.

Der Nabelschnurrest fällt in der Regel nach 5-14 Tagen ab. Manchmal dauert es etwas länger, manchmal geht es schneller. Der Nabelgrund, also der Ansatz der Nabelschnur, muss sich zunächst verschließen. Die Heilungsdauer geht auch noch über das Abfallen des Nabelschnurrestes hinaus, daher erschrick nicht, wenn der Nabel hin und wieder ein wenig blutet. Es handelt sich um eine Wunde, die heilen muss, daher ist der Nabel immer sauber zu halten. Eine Desinfektion des Nabels ist nicht notwendig. Blutige Krusten kannst du vorsichtig mit einem Wattestäbchen und etwas Muttermilch oder abgekochtem Wasser entfernen.

Sollte der Nabel oder das Areal ringsherum auffallend gerötet aussehen, solltest du unverzüglich Rücksprache mit deiner Hebamme oder dem Kinderarzt halten.

Zunächst ist eines zu sagen: Keime sind überall in unserer Umgebung. Die meisten von ihnen sind für den menschlichen Organismus unschädlich. Ein ausgewogener Kontakt mit Keimen ist außerdem wichtig für den Aufbau des kindlichen Immunsystems und verringert die Entstehung von Allergien. Übertriebene Sauberkeit kann also durchaus auch negative Folgen für die Gesundheit haben.

Um Krankheiten zu vermeiden ist es dennoch wichtig, auf eine ausgewogene Hygiene zu achten.

Die Wohnung sollte nicht mit Schuhen betreten werden. Der Fußboden sollte mit milden Reinigungsmitteln gereinigt werden, z.B. Allzweck-, Seifen- oder Neutralreiniger. Chlorreiniger können die Schleimhäute reizen und bergen ein Verätzungsrisiko für Kleinkinder. Auch der Einsatz von Desinfektionsmitteln im häuslichen Umfeld ist nicht sinnvoll, da es manche Krankheitserreger noch widerstandsfähiger machen kann.

Regelmäßiges Händewaschen beugt Krankheiten vor und sollte nach jedem Wickeln, nach jedem Toilettengang und beim Nachhause Kommen durchgeführt werden. Kinder sollten dieses Ritual früh erlernen. Eine Händedesinfektion ist (zuhause) nicht notwendig.

https://www.netdoktor.at/gesundheit/hygiene/hyiene-saeuglinge-kleinkinder-6887883

Auch wenn es eine schier unendliche Auswahl an Babypflegeprodukten gibt, die zarte Babyhaut ist sehr empfindlich, weniger ist hier mehr!

Verzichte am Besten auf Feuchttücher und reinige den Windelbereich nur mit klarem Wasser und einem Waschlappen. Es gibt auch spezielle Wattepads in der Drogerie, mit denen man das Baby säubern kann. Hartnäckige Verschmutzung wie z.B. angetrockneter Stuhl, lässt sich gut mit Öl entfernen. Dieses sollte möglichst naturbelassen sein, z.B. reines Mandelöl aus der Apotheke. Aber auch mit Sonnenblumen-, Distel- oder Rapsöl kann man sein Baby pflegen.

Wund(schutz)creme sollte nur zum Einsatz kommen, wenn der Windelbereich gerötet ist. Ein vorbeugendes Eincremen ist nicht nötig. Achte einfach darauf, dass die Haut nach dem Wickeln trocken und sauber ist. Vergiss nicht, auch die Hautfalten zu reinigen!

Das Beste was du der Haut deines Babys zuführen kannst, ist Muttermilch. Sie gibt der Haut Fette, wertvolle Vitamine und gute Bakterien, die helfen, den Säureschutzmantel der Haut aufzubauen. Du kannst sie als Badezusatz verwenden oder den Windelbereich damit reinigen. Auch bei leichten Rötungen oder wunden Hautstellen ist Muttermilch das 1.Hilfe-Mittel Nummer eins.

Es ist nicht nötig dein Baby jeden Tag zu baden, da häufiges Baden die Haut austrocknen kann. 1-2x pro Woche 2-5 Minuten Badezeit sind völlig ausreichend. Achte unbedingt auf die richtige Wassertemperatur  (36-37°C), am Besten mittels Badethermometer.

An den übrigen Tagen genügt es, das Kind mit einem warmen, feuchten Waschlappen zu säubern (auch hier – Hautfalten nicht vergessen!).

Nach dem Baden ist die Haut sehr aufnahmefähig, hier bietet es sich an, das Baby mit einem guten Öl oder (möglichst zusatzstoffarmen) Lotion zu pflegen.

Badezeit ist Bonding-Zeit! Nimm dir nach dem Baden Zeit für eine ausgiebige Kuscheleinheit.

Durch das feuchte Milieu in der Windel und den Kontakt mit Urin und Kot, wird die noch sehr dünne und zarte Babyhaut angegriffen. Auch Zusatzstoffe, die die Windel besonders saugstark machen, können die Babyhaut irritieren. Es kann daher sein, dass die Haut auf manche Windelmarken besser oder schlechter reagiert, als auf andere.

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen bei wundem Baby-Popo sind:

  • auf Feuchttücher verzichten – es genügt den Popo mit klarem Wasser und ggf. etwas Öl (z.B. reines Mandelöl) zu reinigen.
  • Luft an den Po lassen

→ Generell sollten Babys häufig die Möglichkeit haben, nackt zu strampeln (auf eine ausreichend warme Umgebungstemperatur ist zu achten).

  • Den Wunden Po mit Muttermilch benetzen und trocknen lassen

→ Muttermilch enthält viele wertvolle Stoffe, die die Wundheilung unterstützen.

  • Eine dünne Schicht Wundcreme mit möglichst natürlichen Inhaltsstoffen auftragen (z.B. Calendula)
  • Bei nässenden Stellen: betroffene Hautareale mit Schwarztee betupfen
  • Bei hartnäckigen wunden Stellen kann eine zinkhaltige Creme benutzt werden

Bei anhaltender oder stärker werdender Rötung oder Ausschlag empfiehlt es sich, Rücksprache mit der Hebamme oder dem Kinderarzt zu halten!

Der häufigste Grund für Schmerzen beim Stillen ist eine nicht optimale Anlegetechnik.

Wenn das Kind beispielsweise zu wenig von der Brust eingesaugt hat, kann das Schmerzen verursachen. Versuche dein Baby beim Stillen so nah wie möglich am Körper zu halten und darauf zu achten, dass es nicht nur die Brustwarze, sondern möglichst viel von deiner Brust im Mund hat. Die Lippen des Kindes sollten nach außen gestülpt sein und wenn du genau hinhörst, solltest du leise Schluckgeräusche wahrnehmen.

Zu Beginn der Stillbeziehung, also in den ersten Tagen nach der Geburt, ist es normal, dass sich die Brustwarzen erst an die Intensität gewöhnen müssen, mit der das Kind an ihnen saugt. Solltest du allerdings anhaltende Schmerzen beim Stillen verspüren, solltest du deine Hebamme oder eine Stillberaterin zurate ziehen.

Früher gab es den weit verbreiteten Glauben, dass die Ernährung der Mutter einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden des Kindes hat. Beispielsweise vermutete man, dass blähende Lebensmittel, wie z.B. Kohl, Zwiebeln etc. ebenfalls Blähungen beim Kind auslösen. Dies konnte in Studien nicht nachgewiesen werden. Es kann jedoch sinnvoll sein, sich langsam an solche Nahrungsmittel heranzutasten und zu beobachten, ob das Kind darauf reagiert. Eine ausgewogene Ernährung ist in der Stillzeit essentiell, da man einen erhöhten Kalorien- und Nährstoffbedarf hat, der durch gesunde und ausgewogene Nahrung gedeckt werden sollte.

Lebensmittel, auf die in der Schwangerschaft verzichtet werden sollte, wie z.B. rohe Speisen wie Sushi, dürfen wieder auf dem Speiseplan landen.

Koffein darf in Maßen genossen werden, man empfiehlt eine maximale Tagesmenge von 300mg pro Tag (das entspricht etwa 2-3 Tassen Kaffee).

Natürlich gilt es auf Alkohol während der Stillzeit, wie auch in der Schwangerschaft, zu verzichten.

Achte darauf, dass du stillfreundliche Kleidung trägst. Stilloberteile sind so konzipiert, dass man die Brust sehr diskret aus der Kleidung nehmen kann. Zusätzlich gibt es sogenannte Stillponchos, unter denen man das Kind sehr diskret stillen kann. Ein großes Mulltuch oder ein dünner Schal erfüllen den gleichen Zweck.

In großen Geschäften oder Einkaufszentren gibt es teilweise auch speziell eingerichtete Stillräume, in die man sich zurückziehen kann.

Es gibt diverse Möglichkeiten Muttermilch aufzubewahren, achte hierbei immer auf eine einwandfreie Hygiene!

In der Drogerie kannst du spezielle Muttermilchbeutel oder -becher käuflich erwerben, in denen du die Muttermilch aufbewahren kannst.

Die Haltbarkeit von frisch abgepumpter Muttermilch variiert wie folgt:

  • Bei Zimmertemperatur (10–21°C): ca. 6 Stunden
  • In einer Kühltasche mit Kühl-Akkus (~15°C): ca. 8 Stunden
  • Im Kühlschrank (nicht in der Kühlschranktür!): 3 Tage
  • Im Tiefkühlschrank (-17°C oder kälter): 6 Monate
  • Aufgetaute, nicht erwärmte Milch hält sich (ungeöffnet): im Kühlschrank 24 Stunden
  • Aufgetaute, bereits erwärmte Milch sollte verworfen werden.

Quelle: Aufbewahrungszeiten für Muttermilch; Breastfeeding more than just good nutrition. Lawrence, 2011.

Wunde Brustwarzen sind meistens das Ergebnis einer nicht optimalen Anlegetechnik. Wichtig ist, dass du auf eine gute Hygiene achtest, da es sich hier um eine Wunde handelt, die unter Umständen eine Eintrittspforte für Keime sein kann.

Wasche dir regelmäßig die Hände, wechsle regelmäßig deine Stilleinlagen und lasse so oft es geht Luft an die Brust. Du kannst reines Lanolin (=Wollfett) auf die Brustwarzen auftragen, dieses muss vor dem Stillen nicht abgewaschen werden, oder dir spezielle Kompressen für die Brustwarzen aus der Drogerie oder der Apotheke holen.

Bei anhaltenden Beschwerden solltest du Rücksprache mit einer Hebamme oder Stillberaterin halten.

Im Volksmund sagt man „Speikinder sind Gedeihkinder“ und es ist ein Körnchen Wahrheit darin enthalten. Wenn ein Kind häufig spuckt, dabei aber gut zunimmt und fröhlich und vital ist, ist es in den ersten Lebensmonaten völlig unbedenklich, dass es ab und zu etwas angedaute Milch ausspeit. Ist der Magen sehr voll, kann der Schließmuskel des Magens dem Druck noch nicht standhalten und das Zuviel an Milch kommt oben wieder raus.

Aber auch Druck auf den Bauch, z.B. durch eine zu enge Windel oder Luft im Magen kann das Speien auslösen. Daher macht es Sinn, das Kind vor jeder Mahlzeit zu wickeln und es hin und wieder, besonders wenn es sehr hastig trinkt, aufstoßen zu lassen.

Wenn das Kind allerdings häufig nach den Mahlzeiten schwallartig erbricht, sollte eine Vorstellung beim Kinderarzt erfolgen, um eine organische Ursache für das Erbrechen auszuschließen.

Das hängt sehr vom Grund ab, aus dem du abpumpen willst.

Wenn du abpumpen möchtest, um beispielsweise einen Vorrat an Milch anzulegen, kannst du immer mal wieder zwischen 2 Milchmahlzeiten pumpen.

Es gibt außerdem sogenannte Milchauffangschalen oder -flaschen, die man sich vor die Brust legen kann. Die aufgefangene Milch kann man dann aufbewahren.

Wenn die Brust sehr voll ist, kann man sich Abhilfe verschaffen, indem man kurz „anpumpt“, bis der Druck weg ist. Besser ist es aber in diesem Fall, wenn man die Brust per Hand entleert. Lasse dir diese Technik von einer Hebamme oder Stillberaterin zeigen.

In den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt sollte nur mit medizinischer Indikation (z.B. zur Steigerung der Milchmenge) und nach Rücksprache mit einer Hebamme oder Stillberaterin Muttermilch abgepumpt werden. Die Milchproduktion pendelt sich in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt ein. Da die Nachfrage hier das Angebot regelt, passt sich die Milchproduktion am Besten an, wenn das Kind regelmäßig selbst trinkt und nach Bedarf angelegt wird.

In den ersten 3 Lebensmonaten schläft ein Kind zusammengenommen durchschnittlich 14-17 Stunden am Tag. Ab etwa 4 Monaten schlafen Babys ca. 12-15 Stunden pro Tag, es beginnt sich ein Tag-Nacht-Rhythmus zu etablieren, d.h. Die Schläfchen über den Tag werden weniger oder kürzer, während der Nachtschlaf länger wird.

Die Angaben sind Durchschnittswerte, das heißt manche Kinder kommen auch mit weniger Schlaf aus. Achte auf die Signale, die dein Kind dir gibt. Versuche es in Ruhe hinzulegen, wenn es Anzeichen von Müdigkeit macht.

Das Leben als junge Mutter/ junger Vater ist aufregend, aber auch sehr kräftezehrend. Es ist daher wichtig, sich gegenseitig so gut es geht zu unterstützen.

Besonders in der Phase des Wochenbettes ist es wichtig, der frischgebackenen Mutter so viel Entlastung wie möglich zu verschaffen, damit sich der Körper von der anstrengenden Schwangerschaft und Geburt erholen und sich seinen neuen Aufgaben (Rückbildung, Stillen) widmen kann.

Es kann sehr hilfreich sein, sich kleine Auszeiten im Alltag zu verschaffen, das kann ein kurzer Spaziergang sein, wenn das Kind z.B. beim Vater oder der Oma schläft oder eine ausgiebige heiße Dusche.

Kommuniziert miteinander und zögert nicht, euch Hilfe zu holen. Die Großeltern, Tanten und Onkel oder Freunde sind sicher gerne für euch da und können euch Entlastung verschaffen, indem sie z.B. ein warmes Essen für euch vorbeibringen oder eine Runde mit dem Kinderwagen drehen, damit ihr kurz verschnaufen könnt.

Stress hat eine große Auswirkung auf unseren Körper (z.B. Beschleunigung des Herzschlags, Veränderung des Geruchs) und Kinder sind unglaublich feinfühlige kleine Wesen, die genau spüren, wie unsere Stimmung oder Befinden ist. Wenn Eltern sehr gestresst sind, können die Kinder darauf mit vermehrter Unruhe oder Schreien reagieren.

Bitte mach dir keine Vorwürfe, es ist normal, dass einem das Leben als frischgebackene Eltern manchmal über den Kopf wächst. Umso wichtiger ist es, seine eigenen Grenzen zu erkennen und sich nicht zu scheuen, Hilfe zu suchen.

Angst ums eigene Kind zu haben ist bis zu einem gewissen Grad normal. Wir leben in einer Welt, in der wir sehr durch Medien geprägt werden und häufige Schreckensmeldungen, die wir jederzeit abrufen können, gehören zu unserem Alltag. Jeder Vater und jede Mutter hat sich schon mal die Frage gestellt: „Was wäre, wenn das meinem Kind passieren würde?“.

Angst ist gesund, da wir uns sonst permanent in Gefahrensituationen bringen würden. Wenn Eltern ihr Kind aus Angst „überbehüten“ kann sich das jedoch negativ auf das Selbstbewusstsein des Kindes ausüben, da sie so signalisieren „Wir trauen dir das nicht zu!“.

Wenn die Angst überhandnimmt, kann man sich bei Beratungsstellen Hilfe holen, z.B. bei den Jugendämtern des jeweiligen Bezirks, in Familienzentren oder hier:

Elterntelefon: 0800 111 0550

Berliner Krisendienst: http://www.berliner-krisendienst.de

In einer Akutsituation: versuche selbst ruhiger zu werden. Sprich mit deinem Baby, so ruhig und liebevoll wie es geht. Atme tief durch. Versuch dir vor Augen zu halten, dass das Kind niemals schreit, um dich zu ärgern.

Wenn du das Gefühl hast, dass du die Beherrschung verlierst:

Trete aus der Situation heraus; lege das Kind an eine gesicherte Stelle (z.B. in sein Bettchen) und verlasse das Zimmer. Es wird vermutlich weiter schreien, aber das ist in dieser Situation okay. Atme tief durch. Reagier dich ab, indem du eine Vertrauensperson anrufst, schimpfst, schreist oder dich an einem Gegenstand abreagierst. Aber: Schüttle NIEMALS dein Kind!

Zwischen 100 und 200 Babys werden laut Statistischem Bundesamt jedes Jahr in Deutschland Opfer groben Schüttelns. Schätzungsweise 400 Kinder erleiden schwerste Behinderungen. Die Dunkelziffer ist hoch, aber immer öfter wird das Schütteltrauma-Syndrom dank der bildgebenden Verfahren und anderer diagnostischer Methoden entdeckt.

Quelle: https://www.schuettelntoetet.de/

Hilfe in Akutsituationen bekommst du hier:

  • Kinderärztin oder Kinderarzt
  • Hebamme oder Zentraler Hebammenruf, (030) 214 27 71
  • Kinderärztliche Erste-Hilfe-Stellen der KV Berlin, Tel. (030) 31 00 31
  • Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
  • Berliner Hotline Kinderschutz (Beratung auch auf Türkisch & Arabisch), Tel. (030) 61 00 66
  • Auf Schreibabys spezialisierte Ansprechpartner und Beratungsangebote unter: schreibabyambulanz.info/standorte.htm

Wenn ein Gefühl von Überforderung aufkommt, ist der erste Schritt, dieses Gefühl zu kommunizieren und sein Umfeld daran teilhaben zu lassen. Es kann helfen, wenn man Familie und Freunde miteinbezieht, damit sie einem unterstützend zur Seite stehen und entlasten, indem sie Aufgaben übernehmen. Es gibt außerdem Beratungsstellen, z.B. beim Jugendamt, die Hilfsangebote im Rahmen Früher Hilfen aufzeigen und vermitteln können.

Liebevolle Rituale lassen sich gut in den Alltag einbringen und wirken sich positiv auf das Kind aus, da sie ihm Vertrauen und Sicherheit vermitteln. Gerade die zu-Bett-geh-Zeit kann durch das Etablieren von Ritualen leichter werden. Z.B. kann man gar nicht früh genug damit beginnen, dem Kind etwas vorzulesen. Das Baby beruhigt sich durch die vertraute Stimme seiner Bezugsperson und fühlt sich dadurch sicher und geborgen. Auch das regelmäßige Aufziehen einer Spieluhr kann dem Baby die „Schlafenszeit“ signalisieren und einen beruhigenden Effekt haben.

Je nachdem wie mobil dein Kind ist, gibt es verschiedene Gefahrenquellen, auf die man im Alltag unbedingt achten muss.

Für Neugeborene geht die größte Gefahr wohl von einer unsicheren Schlafumgebung aus. Hier gilt es die Empfehlungen zum sicheren Kinderschlaf zu beachten.

Babys sollten niemals unbeaufsichtigt auf einem Wickeltisch oder ungesicherten Bett liegen, von dem sie herunterfallen können. Auch wenn das Baby noch sehr klein ist und sich nicht selbstständig dreht, kann es durch einen Reflex oder eine Bewegung herunterfallen.

Da kleine Kinder die Welt erkunden, indem sie sich alles was sie finden in den Mund stecken, geht von kleinteiligen Gegenständen eine besondere Gefahr aus, da die Kinder sich verschlucken können. Auch Lebensmittel wie Nüsse oder Weintrauben sollten aus der Reichweite kleiner Kinder entfernt werden.

Ersthilfemaßnahmen bei Verschlucken findest du hier:

https://www.kindernotfall-bonn.de/verschlucken-ersticken/

Eine weitere Gefahr für das Kind sind heiße Quellen, die zu Verbrühungen oder Verbrennungen führen können, z.B. heiße Getränke oder Nahrungsmittel, Wasserkocher, Bügeleisen.

Kleine Kinder können bereits in sehr flachen Gewässern ertrinken, deswegen darf man sie niemals alleine in der Nähe von Wasser lassen. Beim Baden oder Planschen muss stets ein Erwachsener anwesend sein.

Stromquellen (Steckdosen) sollten durch Kindersicherungen unschädlich gemacht werden.

Weitere Informationen zum Thema Unfallprävention gibt es hier:

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/sicher-aufwachsen/sicherheit-im-alltag/zu-hause/

Die erste Zeit nach der Geburt ist für die Ausbildung des Urvertrauens sehr wichtig. Das Neugeborene lernt seine Eltern kennen, dies tut es am besten über Berührung und ausgiebige Kuscheleinheiten. Studien haben gezeigt, dass die Ausschüttung des sogenannten Liebeshormons Oxytocin nach der Geburt auch bei Vätern erhöht ist. Besonders durch ungestörten Haut-zu-Haut-Kontakt wird die Ausschüttung dieses Hormons begünstigt. Das Hormon hilft beim Beziehungsaufbau und das Kind lernt über seine Sinne (Geruch/ Fühlen), dass es bei seinem Vater sicher ist.

Darüber hinaus ist es für die frischgebackene Mutter, die sich von den Strapazen der Schwangerschaft und der Geburt erholt, wichtig, sich möglichst viel auszuruhen. Viel Ruhe ist auch förderlich für den Beginn der Stillbeziehung. Es ist eine ehrenvolle Aufgabe des Partners, sie liebevoll zu umsorgen. So kann er in der ersten Zeit (und auch darüber hinaus) für Entlastung sorgen, indem er wichtige Aufgaben im Haushalt übernimmt, das Baby wickelt, einkaufen geht oder für die Familie kocht.

Eine gerechte Aufgabenteilung erleichtert für beide Eltern den Alltag mit Kind(ern).

Es gibt spezielle Geschäfte, die verschiedene Tragetücher und Tragesysteme verkaufen. Außerdem gibt es speziell ausgebildete Trageberaterinnen, die häufig auch Hausbesuche machen und individuell zu diesem Thema beraten.

Wichtig ist, dass man erst einmal ausprobiert und nicht einfach „irgendwas“ im Internet bestellt, was dann später vielleicht nicht zu einem passt.

Die ersten Wochen nach der Geburt solltest du besonders darauf achten, dass das Köpfchen deines Kindes gestützt wird, da sich die Nackenmuskulatur, die der Kopfkontrolle dient, erst noch ausbilden muss. Auch im Tragetuch oder bei der Anwendung von Tragesystemen sollte darauf geachtet werden, dass das Köpfchen unterstützt wird.

Für das Tragen im Tragetuch gibt es viele verschiedene Bindemöglichkeiten. Der Klassiker, der bereits ab der Geburt und unabhängig vom Gewicht des Babys genutzt werden kann, ist die Wickelkreuztrage. Wie man die richtig bindet zeigt dir eine Trageberaterin oder deine Hebamme. Es gibt hierzu aber auch viele hilfreiche Videotutorials.

In Deutschland gibt es die Möglichkeit, Elterngeld zu beziehen. Dies soll den Verdienstausfall ausgleichen, wenn Eltern ihr Kind nach der Geburt betreuen. Es kann sinnvoll sein, sich diesbezüglich beraten zu lassen. Es gibt außerdem die Möglichkeit, Elterngeld über einen längeren Zeitraum zu beziehen, wenn man zusätzlich in Teilzeit arbeitet.

Genaueres zum Elterngeld erfährst du hier:

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/elterngeld/elterngeld-und-elterngeldplus/73752

Darüber hinaus steht jedem einkommenssteuerpflichtigen Bürger in Deutschland Kindergeld für jedes Kind zu, das man direkt nach der Geburt des Kindes beantragen kann.

Näheres zum Kindergeld erfährst du hier:

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/kindergeld/kindergeld/73892

Kinder müssen erst lernen, Konflikte konstruktiv auszutragen und ihre emotionalen Fertigkeiten entwickeln. Besonders Wut ist ein Gefühl das Kinder völlig überkommen kann und das scheinbar aus den geringsten Gründen.

Diese Phase, in der Kinder lernen ihren Emotionen Ausdruck zu verleihen, sie zu verstehen und zu regulieren, ist allgemein als sogenannte „Trotzphase“ bekannt und ist ein wichtiger Entwicklungsschritt im Kindesalter.

Wichtig ist zu verstehen, dass die Kinder ihre Eltern durch einen Wutanfall nicht ärgern wollen; es fehlt ihnen lediglich an Mitteln, sich anders auszudrücken. Ihre Emotionen überrennen sie und es geht ihnen selbst in diesem Moment nicht gut damit.

Als Eltern sollte man es nicht persönlich nehmen und sich vor Augen führen, dass es eine Phase ist, durch die alle Kinder (und Eltern) durch müssen. Versucht Verständnis für euer Kind aufzubringen, bietet ihm an, es in den Arm zu nehmen und nehmt es in seinen Emotionen ernst.

Auch Ablenkung kann helfen, die Aufmerksamkeit des Kindes auf etwas anderes zu richten.

Ganz wichtig: Ruhe bewahren, tief Durchatmen und nicht mit dem Kind schimpfen, ihm drohen oder es bestrafen.